Gruß aus unserer Partnerkirche im Heiligen Land

A Message of Comfort and Assurance

From Bishop Sani Ibrahim Azar
Bishop of the Evangelical Lutheran Church in Jordan and the Holy Land

26 March 2020

Jesus Stills a Storm, Mark 4:35-41

 

Gnade und Friede sei mit euch von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus. Amen.

Liebe Schwestern und Brüder in Christus,

Es sind herausfordernde Zeiten. Doch wir haben schon früher herausfordernde Zeiten durchgestanden. Palästinenser haben herausfordernde Zeiten durchgestanden, wie auch Christen seit der Zeit Jesu bis heute.

Während wir alle damit ringen, unser Leben an diese neue Realität anzupassen, in der Kirchen und Schulen geschlossen sind, und Quarantäne, medizinische und wirtschaftliche Schwierigkeiten herrschen, sind wir alle dabei, Wege zu finden, um nicht nur zu überleben, sondern stärker zu werden.

Einer der Wege dazu ist, achtsam zu sein untereinander. Wir wissen, dass die Heilige Schrift uns sagt: „Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ (Joh. 13,35). Tatsächlich ist es nicht an der Zeit, sich auf sich selbst zurückzuziehen, sondern sich nach außen zu wenden – auch von unserem Zuhause aus – und zu überlegen, wie wir für einander da sein können. Freunde und Familie kontaktieren, füreinander beten, teilen, was möglich ist: dazu sind wir aufgerufen in der Nachfolge Jesu, der seine Liebe mit uns teilte bis ans Kreuz.

Ein anderer Weg, in dieser Krise stärker zu werden, ist der Blick auf Jesus, unseren Helfer und Tröster. Wir haben gelesen, wie die Jünger gegen einen furchtbaren Sturm auf dem See Genezareth ankämpften, während Jesus mit ihnen im Boot war und schlief. Die Jünger waren besorgt, dass Jesus nichts tat um zu helfen, alle Last lag auf ihren Schultern.

Doch bald erwachte Jesus und bedrohte den Wind und sagte zu dem Meer „Schweig! Verstumme!“ Und der Wind legte sich und es ward eine große Stille. Und er sprach zu ihnen: „Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben?“

Ja, dies sind harte Zeiten. Doch wir sind schon früher durch harte Zeiten gegangen. Auch dieser Sturm wird vergehen. Wir werden den Glauben an Gott nicht aufgeben, und wir werden einander nicht aufgeben. Fürchtet euch nicht – Gott ist mit uns.

Aus Jerusalem, der Stadt der Auferstehung, der Stadt wo Gott der Welt zeigte, dass das Leben immer stärker ist als der Tod, bete ich für euch. Ich bete für eure Kraft, für eure Gesundheit, für euren Glauben und für die Kirche Jesu Christi im Heiligen Land und überall in der Welt.

Möge der Frieden Gottes eure Herzen und Gedanken in Jesus Christus bewahren. Amen.