Ökumenischer Pfingst-Kindergottesdienst (Pfrin. Sergel-Kohls und PR Baumann)

Herzlich willkommen! Wir feiern Gottesdienst mit Kindern zuhause

Für die Eltern: Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes. Das Wort ist aus dem griechischen „pentecoste“ fünfzig abgeleitet und wird am 50. Tag nach Ostern gefeiert. Fünfzig Tage nach Ostern bekamen die Jünger den Heiligen Geist, den Jesus ihnen versprochen hatte. Sie merkten: Was sie mit Jesus erlebt hatten, galt nicht nur für sie, sondern für alle Menschen, für die ganze Welt, für die ganze Schöpfung. In der Pfingstgeschichte kommt die Taube selbst gar nicht vor. Aber schon in der Geschichte der Taufe Jesu ist die Taube Zeichen für den Heiligen Geist und für die Kraft und Liebe Gottes, die auf Jesus kam. Diese Kraft, die zu Menschen kommt – das verbindet sie mit Pfingsten. In der Pfingstgeschichte sind es Feuerzungen und sausender Wind und Verständnis untereinander. Diese Bilder zeigen: es geht um etwas Lebendiges, Dynamisches, Kräftiges. Dass Gott uns allen diesen Geist des Verstehens und der Liebe schenkt, feiern wir an Pfingsten.

Bevor Euer Gottesdienst beginnt:

  • Sucht euch einen schönen Platz, wo ihr feiern wollt.
  • Schmückt diesen Platz mit einem Tuch, grünen Zweigen oder Blumen.
  • Habt Ihr ein Kreuz und eine Kerze?
  • Evtl. ein Glöckchen
  • Legt ein paar Kissen aus, auf denen alle gemütlich sitzen können, dann kann es losgehen.

Läutet ein kleines Glöckchen oder hört Euch unsere Kirchenglocken an. Der Gottesdienst zu Hause beginnt.

Lied „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“

Entzündet die Kerze und sprecht:

„Die Kerze brennt, ein kleines Licht,
wir hören und staunen: Fürchte dich nicht.
Erzählen und singen, wie alles begann,
in Gottes Namen fangen wir an.“

Was vor der Pfingstgeschichte geschah:

Die Jünger Jesu waren traurig, denn sie vermissten Jesus. Jesus war nicht mehr bei ihnen, sondern bei Gott im Himmel. Seine Freunde dachten an ihn und erzählten sich gegenseitig Geschichten, die sie mit ihm erlebt hatten. Die Jünger waren ratlos. Wie sollte es jetzt mit ihnen weitergehen – ohne Jesus? Was sollten sie tun?

Doch dann geschah etwas Unerwartetes:

Lasst Euch von Kathrin Baumann die Pfingstgeschichte erzählen und Bilder dazu zeigen.

.                                  

In Eurer Kinderbibel findet Ihr sie in Apostelgeschichte 2.

Lied    „Zu Ostern in Jerusalem“ 

1. Zu Ostern in Jerusalem, da ist etwas geschehn,
das ist noch heute wunderbar, nicht jeder kann's verstehn
Hört, hört, hört, hört, nicht jeder kann's verstehn.
 
2. Zu Pfingsten in Jerusalem, da ist etwas geschehn.
Die Jünger reden ohne Angst, und jeder kann's verstehn.
Hört, hört, hört, hört, und jeder kann's verstehn.
 
3. Zu jeder Zeit in jedem Land kann plötzlich was geschehn.
Die Menschen hören, was Gott will, und können sich verstehn.
Hört, hört, hört, hört und können sich verstehn.
Quelle: Kinder-Gesangbuch Lied Nr. 74

Faltet die Hände und sprecht ein Gebet:

Heiliger Geist, Du sprichst alle Sprachen,
du verstehst jeden Menschen.
Hilf uns, damit wir uns verstehen,
wenn wir reden oder singen,
wenn wir schreien vor Angst oder Wut,
wenn wir fast platzen vor Freude,
wenn wir einsam sind oder Hilfe suchen,
wenn wir Geborgenheit und Liebe brauchen.
Heiliger Geist – hilf uns, damit wir uns verstehen. Amen.
 
Wenn wir jetzt das Vaterunser beten, das Jesus seine Jünger gelehrt hat,
dann denken wir an uns und alle die Menschen, die wir in Gottes Liebe miteinschließen wollen:
Vaterunser im Himmel, …

Segnet einander. Ihr könnt nacheinander einander die Hand auf den Kopf legen und dabei sprechen: „Gott segne dich, … / Papa.“

Das Glöckchen oder Glockenläuten beendet Euren Gottesdienst.
Wir wünschen Euch gesegnetes Pfingstfest und schöne Ferien!
Eure Pastoralreferentin Kathrin Baumann und Pfarrerin Anika Sergel-Kohls

PS. Und was war jetzt mit der Taube? In der Pfingstgeschichte mit den Jüngern kam doch ja gar keine Taube vor! Stimmt. Aber es geht um den Geist Gottes. Weil es so schwer ist, diese Kraft Gottes zu beschreiben, nimmt man Bilder zu Hilfe. Die Jünger sprachen von Feuerzungen und Wind. Und als Jesus getauft wurde, kam der Geist Gottes „wie eine Taube vom Himmel“, heißt es. Eine Taube kann man sich leicht vorstellen: Die Kraft Gottes flattert auf uns zu und bleibt als Gefühl von Mut und Liebe bei uns.

Vielleicht hast Du Lust, Deine Pfingsttaube zu falten.
Und hier als Film