Ostern: Gottesdienst mit Kindern für zu Hause (Pfrin. Anika Sergel-Kohls)

Liebe Kinder und Familien!

Auch Ostern ist dieses Jahr so ganz anders als sonst.
Hier sind ein paar Ideen, wir Ihr auch zuhause eine schöne Auferstehungsfeier feiern könnt. Familie Schreiner hat Euch Lieder eingesungen. Viel Freude damit!
 
Bevor Euer Gottesdienst beginnt:

Sucht euch einen schönen Platz, wo ihr feiern wollt.

Breitet in der Mitte ein farbenfrohes Tuch aus und legt grüne Zweige oder Wiesenblumen darauf und ein paar Eier.

Weil die Geschichte am Ostermorgen sehr traurig begann, legt über alles ein dunkleres Tuch. Und einige Steine dazu.

Kerze und Kreuz

Evtl. ein Glöckchen

Legt ein paar Kissen aus, auf denen alle gemütlich sitzen können.

 

Jetzt geht es los: 

Läutet ein kleines Glöckchen oder hört Euch unsere Kirchenglocken an. Der Gottesdienst zu Hause beginnt.

Lied „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“

Entzündet die Kerze und sprecht:

„Die Kerze brennt, ein kleines Licht, wir hören und staunen: Fürchte dich nicht. Erzählen und singen, wie alles begann, in Gottes Namen fangen wir an.“

Was vor der Ostergeschichte geschah:

Es war noch dunkel, als sich die drei Frauen auf den Weg vor die Stadt gemacht hatten. Die drei waren Maria von Magdala, Johanna und noch eine Frau mit Namen Maria.
Es ist der erste Tag der neuen Woche. Vor wenigen Tagen war das Schlimmste geschehen: die römischen Soldaten hatten Jesus gekreuzigt. - Und sie hatten doch solche Hoffnungen in Jesus gehabt! Aber nun ist es aus und vorbei!
Auch wenn man Jesus wie einen Verbrecher gekreuzigt hat, die drei Frauen wagen sich an diesem frühen Morgen trotzdem zum Grab. Sie wollen Jesus einbalsamieren.
Die Frauen sind wissen: der Leichnam Jesu war in ein Felsengrab gelegt worden. Das Grab hatte man mit einem großen Stein verschlossen. – Wie sollen sie den nur beiseiteschieben??
Die Frauen gehen schweigend. Ihre Köpfe und Schultern hängen. So schwer wie dieser Stein vor dem Grab, so schwer sind ihre Herzen mit dunkler Traurigkeit!
 
Liebe Kinder, eine Frage:
War Euer Herz auch schon mal so schwer vor Traurigkeit? Nehmt einen Stein in die Hand und überlegt gemeinsam. Ihr könnt Euch davon erzählen.

Jetzt lest die Geschichte zu Ostern aus der Kinderbibel, Lukasevangelium, Kapitel 24, Verse 1-10 oder lasst sie euch hier vorlesen. (https://www.kirche-entdecken.de/kigo-raum/nt-zu-ostern/)

 

Die Frauen gingen schweigend. Was sollten sie auch sagen? Dass es nach diesen schrecklichen Ereignissen überhaupt noch Morgen wurde, war unbegreiflich! Sie hatten Gefäße mit kostbaren Salben bei sich. Mit denen wollten sie den Körper von Jesus einreiben, einbalsamieren. Dann kamen sie zum Grab. Aber was war das? Der Stein, den die Männer vor das Grab gerollt hatten – der große Stein war weg!

Was hatte das zu bedeuten? Da sahen sie zwei Gestalten. Im Licht der Morgensonne standen zwei Männer in leuchtenden Kleidern vor ihnen. Die Frauen erschraken zu Tode. Sie verbargen ihr Gesicht.

Dann hörten sie die Männer sprechen: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Denkt doch daran, was Jesus zu euch gesagt hat. Er hat von seinem Tod gesprochen. Aber er hat auch versprochen, dass er am dritten Tag auferstehen wird. Erinnert ihr euch daran?“ Auf der Stelle kehrten die drei Frauen um.

So schnell wie möglich mussten sie den Jüngern erzählen, was sie erlebt hatten. Sie eilten zum Tor und durch die Gassen bis zum Haus, in dem die Jünger versammelt waren.  „Wisst ihr, was wir erlebt haben? Wir waren heute Morgen am Grab. Doch das Grab war leer. Es standen zwei Männer in leuchtenden Kleidern davor! Und sie haben uns gesagt: Jesus ist nicht mehr tot, er lebt!“

 

Liebe Kinder,
für die Frauen hat sich alles verändert. Riesige Freude breitet sich ihn ihnen aus und sie strahlen übers ganze Gesicht!

Jetzt ist es höchste Zeit, in der Mitte das graue Tuch der Trauer wegzunehmen.

Sing das Osterlied „Jesus lebt, ich freue mich!“ (Ihr werdet die Melodie kennen)

  1. Jesus lebt, ich freue mich. Halleluja! Freut euch alle so wie ich. Halleluja!
  2. Jesus lebt, klatscht in die Hand. Halleluja! Ruft es laut in alle Land. Halleluja!
  3. Jesus lebt, mit Freude singt. Halleluja, dass es hell und laut erklingt. Halleluja!
  4. Jesus lebt, lobt Gott, den Herrn. Halleluja! Alle Menschen solln es hörn. Halleluja!
  5. Jesus lebt, das Osterlicht. Halleluja! Dunkelheit die Nacht durchbricht. Halleluja!

Grüßt Euch mit dem Ostergruß:

Einer sagt: „Der Herr ist auferstanden!“
Ein anderer antwortet: „Er ist wahrhaftig auferstanden!“
 
Faltet die Hände und sprecht ein Gebet:
„Gott, gehe mit uns. Gehe mit uns die dunklen, unheimlichen Wege.
Gehe mit uns die hellen und schönen Wege.
Gut, dass wir auf unserem Weg nicht alleine sind. Denn Du bist bei uns. 
(Hier könnt Ihr noch Menschen nennen, die Euch am Herzen liegen, und für die Ihr beten möchtet.
Z.B.: Sei auch bei der Oma. Sei auch bei meiner Freundin Susanne.) … . Amen.“

Betet das Vaterunser.

Sing das Osterlied  „Wir wollen alle fröhlich sein“ 

1) Wir wollen alle fröhlich sein
in dieser österlichen Zeit,
denn unser Heil hat Gott bereit'.
Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja.
Gelobt sei Christus, Marien Sohn.

2) Es ist erstanden Jesus Christ,
der an dem Kreuz gestorben ist;
ihm sei Lob, Ehr zu aller Frist
Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja.
Gelobt sei Christus, Marien Sohn.

5) Des freu sich alle Christenheit
und lobe die Dreifaltigkeit
von nun an bis in Ewigkeit.
Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja.
Gelobt sei Christus, Marien Sohn.

Segnet einander. Ihr könnt nacheinander einander die Hand auf den Kopf legen und dabei sprechen: „Gott segne dich, Papa.“

Das Glöckchen oder Glockenläuten beendet Euren Gottesdienst.

 

Und jetzt? Ostereiersuchen!! – Habt Ihr schon? Dann verstecken jetzt die Kinder für die Eltern!
Ich wünsche Euch ein gesegnetes und frohes Osterfest!
Der Herr ist auferstanden!
Eure Pfarrerin Anika Sergel-Kohls
 
PS: Herzlichen Dank an Familie Schreiner für die Lieder!
Und: Es gibt die Tradition, sich einen Osterwitz zu erzählen, der alle zum Lachen bringt. Wer fängt an?